RNVP im Amt Mitteldithmarschen

Am 13. Januar 2014 befasst sich der Hauptausschuss Amt Mitteldithmarschen mit dem Regionalen Nahverkehrsplan. Unser Arbeitskreis wird dort einige seiner Anregungen vorstellen können.

Ort und Zeit:

Sitzungssaal des Amtsverwaltungsgebäude Hindenburgstraße 18,
19 Uhr, Montag 13. Januar 2014

Vorab hier: Präsentation Ausschuss und Vortrag zur Präsentation als pdf und Kurzfassung als Presse-Info

Das von uns gewünschte Liniennetz im Vergleich zur Planung (Anklicken vergrößert die Karte):

gewünschtes Liniennetz für Dithmarschen
gewünschtes Liniennetz für Dithmarschen

Marschbahn wird teuer

Die Landesweite Verkehrsservice Gesellschaft (LVS) hat ihre Zeitplanung für die Ausschreibungen für die Matschbahn verändern müssen. Die Vergabe für die Bereitstellung der Fahrzeuge sollte ursprünglich im März 2013 abgeschlossen sein. Aber daraus wird nichts. Bisher wurden die Wagen von einer schwedischen Tochtergesellschaft der HSH Nordbank bereit gestellt. Nach Auskunft von Burkhard Schulze von der LVS waren die Angebote für den Betrieb des Fuhrparks bisher nicht wirtschaftlich: „Leider hat sich dieses Verfahren wegen langer komplexer Verhandlungen und einer unwirtschaftlichen Angebotslage im Juni 2013 bis heute hingezogen und wir rechnen nun mit einer Vergabe im Januar 2014.“ Zu gut deutsch: Es wird teuer.

Das Internetportal Eurailpress berichtet, es habe an geeigneten Lokomotiven gemangelt. Unter dem Strich ist wohl zu erwarten, dass es für den echten Norden jetzt echt teuer wird. Laut Eurailexpress hat das Rendite-Unternehmen ‚Paribus‘ von der Hamburger Palmaille das einzige Angebot gemacht.

 

Anregungen für den Regionalen Nahverkehrsplan

Für einen nachhaltigen und kundenfreundlichen Öffentlichen Personen Nah Verkehr (ÖPNV) gilt die Regel:

Der ÖPNV bedient jeden Ort mindestens alle zwei Stunden.

Dazu müssen wir in Dithmarschen umgehend einen integralen Taktfahrplan flächendeckendend umsetzen. Taktfahrplan bedeutet: An der Haltestelle fährt der Bus oder die Bahn immer zur selben Minute ab. Integraler Taktfahrplan bedeutet: Busse und Bahnen haben Anschlüsse ohne lange Wartezeiten.

Dazu müssen verbindliche Liniennetze eingeführt werden. Diese Liniennetze gelten für einen langen Zeitraum: Die die Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV müssen sich darauf verlassen können, sonst ist das nicht nachhaltig. Aus unserer Sicht reicht das bisher geplante Liniennetz nicht aus. Unsere Wünsche stehen in diesem PDF: Liniennetz-Argumentation

Darin ist auch beschrieben, wie das Rufbussystems RUDI weiter entwickelt werden kann.

Finanzierung sicher stellen

Um den ÖPNV attraktiver zu machen, muss auch der Kreis Dithmarschen Subventionen zahlen. Das machen alle anderen Kreise auch.

Die Gemeinden und Ämter müssen dem Regionalen Nahverkehrsplan zuarbeiten. Damit die Planerinnen und Planer wissen, für wen sie die Zukunft planen können.

Öffnung für Zusatzangebote

Der Regionale Nahverkehrsplan muss der Veraltung gestatten, Zusatzangebote in den ÖPNV zu integrieren, wie zum Beispiel Bürgerbus, DeichExpress oder Car-Sharing.

Außerdem müssen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für mehr Kundschaft des ÖPNV sorgen.

Unsere ausführliche Stellungnahme findet Ihr hier: RNVP aus Sicht des Arbeitskreises Mobilität (PDF-Download)

 

Regionaler Verkehrsplan für Dithmarschen

In den nächsten Monaten wird im Kreis Dithmarschen über den Regionalen Verkehrsplan entschieden. Die Beratungen im Kreistag laufen dazu.
Der Arbeitskreis Mobilität will sich in die Beratungen einbringen. Wir laden ein, die Ideen und Wünsche zu sammeln für

Dienstag, den 10. Dezember 2013
ab 18 Uhr
im Traumausstatter,

Süderstraße 9, 25704 Meldorf

An diesem Termin wollen wir die Themen sammeln, zu denen wir Vorschläge unterbreiten wollen. Diese Inhalte müssen wir dann in geeigneter Weise aufbereiten und in der Öffentlichkeit kommunizieren.

Link zum Regionalen Verkehrsplan bis 2007
Diese Planung galt dann weiter bis 2013. Die Aufträge für den Nahverkehr sind bis 2015 vergeben und werden ab 2016 neu ausgeschrieben. Dafür wird der neue Plan gebraucht.

Link zum Landesweiten Nahverkehrsplan bis 2012
Entwurf Landesweiter Nahverkehrsplan bis 2017

Regionale Wirtschaft fördern!

Neulich abends auf einem Sofa in Meldorf. Pärchen surft im Internet

SIE: Guck mal Schatz, wir suchen doch noch eine Lampe fürs Wohnzimmer. In Itzehoe gibt es eine Firma mit einer großen Leuchten-Ausstellung, das wusste ich noch gar nicht. Wollen wir mal hinfahren? Hinterher noch ein bisschen in der Stadt shoppen und Kaffee trinken…

ERWas kostet denn die Fahrkarte?

SIE: Ich schau nach auf www.nah.sh – also, zwei Erwachsene mit BahnCard25 von Meldorf nach Itzehoe, hin und zurück am gleichen Tag – oh, das kostet 28,60 EUR. Ganz schön teuer für 48 Bahnkilometer.

ER: Und mit Kleingruppenkarte? Wird das nicht günstiger?

SIE: Nee, die Kleingruppenkarte kostet 29,90 EUR.

ER: Weißt du was – da können wir gleich nach Hamburg fahren. Das SH-Ticket der Bahn kostet nur 30 EUR für uns beide, und da gibt es sowieso viel mehr Auswahl.

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Wir finden: Das hat Itzehoe nicht verdient. Deshalb wünschen wir uns Tarife, die regionale Ziele erschwinglich und damit attraktiv machen. Das nützt nicht nur den Bahnfahrern, sondern auch der Wirtschaft vor Ort.

Bürgerbus * CarSharing * DeichExpress

Wir präsentieren und diskutieren am

Donnerstag, 5. September 2013 um 19 Uhr
Meldorf, Traumausstatter, Süderstraße 9

alternative Ideen und Konzepte der Mobilität: Car-Sharing, Bürgerbus und den Meldorfer Deich-Express.

Der DeichExpress in Meldorf ist ein Anfang: Es steht eine Bank an der Straße. Es gibt Autofahrer, die Dich mitnehmen, wenn Du dort wartest. So weit so einfach, doch so richtig läuft der DeichExpress noch nicht. Was fehlt? Was können wir besser machen? Diese Fragen wird Anke Cornelius-Heide stellen.

Wir betrachten die Fragen im Zusammenhang mit weiteren von Bürgerin und Bürger selbst organisiertem Nahverkehr: Bürgerbus und Car-Sharing. Bürgerbusse gibt es dort, wo der öffentliche Busverkehr nicht ausreicht. Beim Car-Sharing teilen sich viele Leute wenige Autos. Da wir im ländlichen Raum nicht so viele Einwohner in einem Ort sind, müssen wir diese Formen pfiffig organisieren, damit’s klappt. Anette Zierke und Christian Sternberg werden mit Infos zu Bürgerbus und Car-Sharing das Gespräch darüber beginnen.

Unser ZIel ist die Gründung einer Car-Sharing-Organisation, um einen Grundstein für alternative Konzepte der Mobilität auf dem Lande möglich zu machen.

Dimoflyer_2013_09_05Weitere Informationen in diesem Block: hier klicken.

Interesse an Car-Sharing: hier klicken.

Gespräch mit Kai Vogel

Am 6.8.2013 war der Verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Kai Vogel Gast einer Diskussionsveranstaltung über den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), organisiert von der SPD St. Michaelisdonn. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem Bahnverkehr, sicher auch deshalb, weil Kai Vogel Mitglied im Beirat der Landesweiten Verkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein (LVS) ist.

Christiane Feist von der AG Mobilität präsentierte die Forderungen und Wünsche der Bürger, wie sie in den „Mobil in Dithmarschen“-Veranstaltungen in Meldorf geäußert wurden. Verbesserungsbedarf besteht insbesondere bei den Punkten:

1. Anbindung der Fläche an die Zentren

2. Tarifpolitik

3. Service für die Fahrgäste.

Das komplette Script finden Sie HIER als PDF-Dokument.

Kai Vogel zeigte sich überrascht von der Fülle an Verbesserungsmöglichkeiten. Ende des Jahres 2013 ist eine Folgeveranstaltung geplant.

Wollen Sie sich an der AG Mobilität beteiligen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail!

Günstig Bahnfahren für alle

Eine Forderung der AG Mobilität besteht darin, dass das SH-Ticket der Bahn in den Preisberater bei www.nah.sh aufgenommen wird. Denn für viele Personengruppen ist das SH-Ticket der Bahn deutlich günstiger als die Kleingruppenkarte des SH-Tarifs.

Besonders für Reisende mit Kindern bietet das SH-Ticket der Bahn Vorteile: Kinder bis 15 Jahre fahren kostenlos mit. Im Schleswig-Hostein-Tarif müssen Kinder bis 14 Jahre den ermäßigten Fahrpreis bezahlen und gelten bei der Kleingruppenkarte als volle Person.

HIER finden Sie einen Vergleich für einen Tagesausflug von Meldorf nach Kiel und zurück, zum Beispiel zur Kieler Woche oder ins Schiffahrtsmuseum oder einfach nur zum Shoppen. Vergleichen Sie selbst!

Künftige Entwicklung des Busverkehrs

Haltestelle
Dithmarschenbus ist eine Marke der Autokraft

Bernhard Krull ist im Kreis Dithmarschen zuständig für den regionalen Busverkehr. Dort wird zur Zei der Regionale Nahverkehrsplan für 2015 bis 2023 erarbeitet. Jetzt im Februar 2013 laufen die Beratungen, es ist also genau der richtige Zeitpunkt mit Bernhard Krull ins Gespräch zu kommen. Zur Zeit ist die DB-Tochter Autokraft Lizenznehmerin, sie führt tagtäglich aus, was der Kreis an Nahverkehr mit Bus und Sammel-Taxi fordert und subventioniert. Alle Buslinien, aber auch selbst organisierte Ergänzungen wie Bürgerbus müssen in das Rahmenkonzept passen. Denn Bus und Bahn brauchen starre Regeln, sonst wäre der Verkehr für die Kundschaft kaum noch zu verstehen.

Regionalfahrplan
Der Regionalfahrplan muss sich dem Fernverkehr unterordnen.

Bernhard Krull wie auch Hartmut Mittrich, der für die Autokraft den Verkehr plant, ist es bewusst, dass Fahrpläne hierarchisch geordnet sind und auch sein müssen. Der Fernverkehr mit ICE und Intercity steht ganz oben. Daran orientieren sich die Fahrpläne der Regionalzüge, wie zum Beispiel die Marschbahn von Hamburg nach Westerland. Der regionale Busverkehr muss dafür sorgen, dass die Leute aus der Region rechtzeitig am Bahnhof sind oder dort nach Ankunft des Zuges abgeholt werden.

Taktfahrpläne bringen den Bus voran
Taktfahrpläne bringen den Bus voran

Diese Aufgabe, einen bedarfsgerechten Fahrplan auszutüfteln und die richtigen Regeln dafür zu beschreiben, wird den Planern schwer gemacht. So möchten alle Schulen ihren Unterrichtsbeginn selbst festlegen und erwarten, dass sich der Busfahrplan danach richtet. Dadurch bleiben die Wünsche anderer Fahrgäste, also Arbeitnehmerinnen und  Rentner, der Seh- oder Gehbehinderten und Urlauberinnen oder der Ausflügler und Jobsuchenden auf der Strecke. Zum Nachteil des Öffentlichen Personen-Nah-Verkehrs, zum Nachteil der Umwelt und zum Nachteil der öffentlichen Geldbeutel. Denn ein guter Fahrplan, der sich in das Gefüge der übergeordneten Fahrpläne einpasst, nützt allen.

Regionalbus als Zubringer zur Bahn
Regionale Busse als Zubringer zur Bahn

Ein Beispiel, wie man dafür sorgen kann, dass auch auf dem flachen Land immer mehr Menschen Bus und Bahn benutzen, zeigt der Altmarkkreis in Sachsen-Anhalt. Link zur PVGS. Dort steigen die Fahrgastzahlen seit 2008, als ein konsequenter Taktfahrplan engeführt wurde. Da müssen auch wir in Dithmarschen hinkommen.

Die Bereitschaft zu nachhaltigen und bürgerfreundlichen Lösungen ist vorhanden. Dies haben Bernhard Krull und der leitende Kreisdirektor Christian Rüsen auf der Veranstaltung der Arbeitsgruppe ÖPNV am 14.2.2013 im Meldorfer Hotel zur Linde deutlich gemacht. SIe haben alle Interessierten eingeladen, ihre Wünsche und Anregungen vorzutragen, in die Beratungen des Kreises einzubringen und so beim neuen Regionalen Verkehrsplan mitzuhelfen. Hier ist der Link zum Kreis